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12 Kommentare

  1. 1

    Anneliese Altmann

    Oh mein Gott, diese Zeilen berühren das Herz und lassen die Tränen kullern. Es gibt wohl kaum eine deutsche Familie, die niemanden verloren hat in diesem Krieg. So auch die meine. In Gedanken bin ich bei den Gefallenen, bei den wahren Helden. Ich danke sehr für den Text! Bis jetzt war ich nur stiller Leser dieser Seite, aber dieser Beitrag verlangt danach, die Gefühle in Worte zu fassen. Bei all den Ungeheuerlichkeiten, die in unserem Land jeden Tag geschehen, fällt es manchmal schwer, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Dieser Liedtext lässt mich erschauern und ich denke voller Stolz an meine beiden Opas, die ich beide nicht mehr kennenlernen durfte. Gut, dass es EUCH gibt! Danke!

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    1. 1.1

      Voller Hoffnung

      Liebe Kameraden, liebe Anneliese,

      ja Deine Worte könnten haargenau die meinen sein, aber sie waren im Kopf noch nicht fertig formuliert. Tränen und Gänsehaut. Bei mir waren es nicht die beiden Opas, sondern die beiden Brüder meines Vaters, die so um die 20 waren; einer gefallen, der andere vermißt.
      Meine Eltern und Großeltern und Mutters Geschwister – alle aus Schlesien vertrieben, in Viehwaggons bei eisiger Kälte. Viel weiß ich nicht davon, es wurde vor uns Kindern nur bruchstückhaft erwähnt. Und jetzt, im gesetzten Alter, kann ich niemanden mehr fragen.

      Vielen Dank, lieber Kurzer, auch von mir!
      Accon und Beverina

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      1. 1.1.1

        moi

        @Voller Hoffnung
        Auch meine Eltern wurden aus Schlesien vertrieben in den genannten Viehwaggons – Zug hielt irgendwo, die Kinder rannten in Hast hinaus um ihre Notdurft zu verrichten und rannten schnell zum Zug zurück, um ihre Eltern nicht zu verlieren.
        Meine Mutter konnte mit Familie bei einer (west-) deutschen Familie unterkommen, ich glaube 6 Personen in einem Zimmer (neben der anderen Familie in der Wohnung!), Klo auf halber Treppe etc. Vater mit Geschwistern und Eltern 8 Jahre in einer Baracke, zum Wärmen wurden Backsteine heiß gemacht und in das Bett der Kinder gelegt, trotzdem fror die Wange meiner Tante an. Raucherkarten tauschen und irgendwie Nahrungsmittel organisieren, mein Opa fing nach dem Krieg als Straßenkehrer an…. Mein Vater radelte nach getaner Arbeit locker 18 – 20km zur Fachhochschule oder Abendschule.

        Wenn du willst, ich kann noch fragen wobei natürlich jede Familiengeschichte anders ist.

  2. 2

    Annegret Briesemeister

    Setzt ihr euren Helden Steine,
    baut ihr einem Mann das Mal,
    DANN VERGESST DER MÜTTER KEINE,
    die da starben hundertmal.

    Hundertmal in bangen Stunden!
    Wenn die Söhne in der Schlacht,
    einmal nur den Tod gefunden,
    fanden sie ihn jede Nacht.

    Und so fanden sie das Leben
    mitten aus Gewalt und Tod,
    und so konnten sie es geben,
    EINEM VOLK DAS MORGENROT.

    Wenn ich einmal nicht mehr bin,
    setz dich zu den Bäumen hin,
    sie erzählen dir von mir,
    es ist, als wär‘ ich wieder hier.

    Wenn ich einmal nicht mehr bin,
    geh‘ zu einem Bache hin,
    in seinem Wasser kannst du mich sehen,
    ich werde immer bei dir stehen.

    Werd‘ ich einmal nicht mehr sein,
    schaue in dich selbst hinein,
    in dir selbst findest du mich,
    mein Kind, mein Sohn, ICH LIEBE DICH.

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  3. 3

    LKr2

    „Es wird stets nur ein Teil eines Volkes aus wirklich aktiven Kämpfern bestehen, und von ihnen wird mehr gefordert, als von den Millionen der übrigen Volksgenossen. Für sie genügt nicht die blosse Ablegung des Bekenntnisses: «Ich glaube»; sondern der Schwur: «Ich kämpfe!»“

    „Und kämpfen kann ich nur für etwas, das ich liebe, lieben nur, was ich achte, und achten, was ich mindestens kenne“

    -18-

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    1. 3.1

      Allgäuer Fahnenwäscherin

      Das Wappen der Familie, in die ich einheiratete, ziert der Spruch:
      „Arbeite und Kämpfe!“

      Seit ich im Herbst 2016 recht unsanft aus tiefem Täuschungsschlaf erwacht bin, habe ich als Vollzeithausfrau jede freie Minute genutzt, um mich patriotisch zu bilden. Mein Mann ist in Lebensstellung und in traditioneller Weise für den Gelderwerb zuständig. Über neue Erkenntnisse und Zusammenhänge unterrichte ich ihn immer Stück für Stück.
      Der Beginn war als 2015 die „Flut“ zu uns strömte und ich mich der Zeilen von Irlmaier und dem Lied der Linde erinnerte.
      Mein Mann erkannte die Besorgnis, die Zusammenhänge und lies sich belehren und überzeugen.
      Mein mittlerweile tiefgründiges Wissen hatte durch meine Vorlieben in der Jugendzeit schon eine gewisse Basis (Mythologie, Runen, okkultes, spirituelles, Geschichte und Familienerzählungen)

      Jetzt ist mir dieses WISSEN zu „Waffe und Schild“ geworden im tagtäglichen Kampf der Auf-Rechten Deutschen.

      Ich sage immer das Familienwappen passt zu uns: Er arbeitet – und ich kämpfe!

      Das Wappen war 1789 für den Uhrahn meines Mannes eine Auszeichnung als Patriot und Freiheitskämpfer. Vor allem während des Anfangs der französischen Revolution kämpfte er für Freiheit und Unabhängigkeit seiner Nation, was für ihn das Größte darstellte. Auch für Arme und Notleidende stellte er seine ganze Kraft zur Verfügung.

      Das zog sich auch wie ein Leitbild durch diese Familie. Wobei besonders der Kampf der Großmutter meines Mannes in dieser Bauernfamilie enorm war.
      Als Trägerin des goldenen Mutterkreuzes musste sie 2 Söhne innerhalb der ersten 3 Lebensjahre zu Grabe tragen. Der Krieg nahm ihr im März 44 erneut einen Sohn, 1 Monat darauf den frischgebackenen Schwiegersohn, der älteste Sohn war zeitlebens vermisst, einer verlor ein Bein und einer geriet in Gefangenschaft.

      Das war der Kampf dieser Familie, deren Andenken mir heilig ist.

      Der Kampf meiner Familie war der Verlust der schlesischen „Heemte“, den sie wohl innerlich nie verwunden hatten. In mir ist eine ganz tiefe Sehnsucht, das Land meiner Väter und Mütter wenigstens einmal zu sehen.
      Dann werde ich für sie tief in mir spüren „Kehr ich einst zur Heimat wieder ………!“

      Danke euch allen, dass ihr mir beim Wissenserwerb eine große Quelle seid!

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  4. 4

    Allgäuer Fahnenwäscherin

    Bevor meine Mutter nach dem Krieg meinen Vater zum Manne nahm, hatte sie Briefwechsel mit 2 Soldaten. Der eine war auf einem U-Boot und sie schmiedeten jung verliebte Pläne in ihren Briefen. Aber er fiel und mit ihm ihre Lebenslust. Sie bekam von seiner Mutter einen rührenden Brief, in dem sie erfuhr wie innig ihr der junge Mann von gerade mal 20 Jahren zugetan war.

    Das Leben ging weiter und erneut hatte ein junger Soldat mit seinen Briefen ihr trauerndes Herz berührt. Auch er fiel im Kampf.

    Diese Briefe und Fotos hatte mir meine Mutter als Kind mal gezeigt. Was diese aber bedeuteten erfuhr ich erst, als mein Vater mir diese Kostbarkeiten, die er nach dem Tod meiner Mutter hütete, mir kurz vor seinem Tode überreichte.
    Ich las und studierte und verstand so vieles.

    Auch die vor uns allen verheimlichten Gefühle meiner Mutter, als mein Bruder zur Marine eingezogen wurde, die waren plötzlich nachfühlbar.

    JA, Mutterherzen sind etwas ganz besonderes.
    Sie brechen nicht unter der schwersten Last.
    Sie lachen wenn sie tränenschwer sind.
    Sie leben mit uns und in uns
    Sie schlagen mit unserem Herz im Gleichklang
    und wenn wir selber das Glück dieses Standes verspüren dürfen,
    dann werden wir alles verstehen, ohne Worte
    im Gleichklang ihres Herzens

    Antworten
  5. 5

    Linde

    Eure Worte haben mich sehr berührt.

    Ich war gestern auf dem Friedhof zum Geburtstag meines Vaters. Danach verweilte ich und ging mit meiner Tochter einige Reihen mit alten Gräbern entlang, las ihr die alten Inschriften vor bis ich dann vor dem Grabstein einer Mutter stand, auf deren Stein die Namen ihrer vier gefallenen/vermißten Söhne eingemeißelt waren, die sie 1941, 1943, 1944 und 1945 verlor. Nach den Angaben auf dem Grabstein blieb ihr wohl eine Tochter. Da liefen dann die Tränen und hörten gar nicht mehr auf.

    Meine Großväter sind verwundet und nach Gefangenschaft wiedergekommen, auch wenn ich nur einen von ihnen und auch nur kurz kennenlernen durfte. Der Lieblingsbruder meiner Großmutter kam nicht zurück.

    Danke dafür, dass es Euch hier gibt.

    Neulich wurde ein regelmäßiges „Zusammenkommen“ zum Gedenken angeregt. Das würde mich sehr freuen. Vielleicht in Verbindung mit den Gedenkstunden in Gutmannshausen? (Axel Schlimper erwähnte letztes Jahr irgendwo, dass dort einmal im Monat ein Gedenkritual stattfindet. Weiß jemand was Genaueres?)

    Heil und Segen unserem geschundenen Volke!

    Linde

    Antworten
  6. 6

    Linde

    Ich habe viele Wortmeldungen hier mit schlesischer Herkunft gelesen. Ich werde bald nach Breslau und von da ein wenig weiterfahren. Wenn ich etwas für jemanden von Euch da tun kann, würde ich das gern tun.
    Sollte jemand Interesse haben, bitte per Email über den Kurzen.

    Liebe Grüße, Linde

    Antworten
  7. 7

    Kurzer

    Soldatengrab im Steigerwald
    von Gerhard Ittner

    Antworten
  8. 8

    Annegret Briesemeister

    Wenn deine Mutter alt geworden,
    und älter du geworden bist,
    wenn ihr, was früher leicht und mühelos,
    nunmehr zur Last geworden ist,
    wenn ihre lieben, treuen Augen
    nicht mehr, wie einst ins Leben seh’n,
    wenn ihre müd‘ geword’nen Füße
    sie nicht mehr tragen woll’n beim geh’n –

    Dann reiche ihr den Arm zur Stütze,
    geleite sie mit froher Lust –
    die Stunde kommt,
    da du sie weinend
    zum letzten Gang begleiten musst!
    Und fragt sie dich,
    so gib ihr Antwort,
    und fragt sie wieder,
    sprich auch du,
    und fragt sie noch mehr,
    steh‘ ihr Rede,
    nicht ungestüm,
    in sanfter Ruh‘.

    Und kann sie dich nicht recht verstehen,
    erklär‘ ihr alles, froh bewegt –
    die Stunde kommt,
    die bitt’re Stunde,
    da dich ihr Mund nach nicht’s mehr fragt.

    Adolf Hitler

    Heil und Segen
    Annegret

    Antworten
  9. 9

    Annegret Briesemeister

    Willst du auf die Erde,
    sprach der Herr zu mir,
    brauchst du Liebe,
    die dich schützt,
    brauchst du Treue,
    die dich nie verlässt.
    Doch wirst du auf Erden
    finden nicht so bald
    Lieb‘ und Treue
    echt und heilig.
    Darum geb‘ ich dir von meiner mit.
    Und ich will sie legen,
    liebes Menschenkind,
    dass du sie findest
    in der Trübsal
    diese Gaben,
    in das MUTTERHERZ.

    Peter Rosegger

    Antworten

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