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7 Kommentare

  1. 3

    Annegret Briesemeister

    Heil dir, lieber Bernwart

    Das Wasser der Erkenntnis reichst auch du uns wieder an und wir nehmen es wiss – begierig entgegen. Somit vollendest du den Beitrag vom Wolf : Hier ist Klarheit vonnöten.
    Denn eines greift ins andere und die Schleier heben sich zusehends.
    Noch oft werde ich deinen Beitrag lesen, der mir besonders auf der Ebene des Herzen begreifbar wird oder wie man so sagt sich mir auf der dahinterliegenden Ebene erklärt.

    Und eine Frage habe ich an dich, die ich vorerst aufschieben wollte, aber heute scheint sie gestellt werden zu wollen.
    Am Sonnabend erwähnte der liebe Wolf den Göttervater Odin als Gott der Dichtkunst, der von Zeit zu Zeit einige von uns streift.
    Der Gedanke macht mir Freude, ohne das ich je den Anspruch an mich stellte, eine Poetin zu sein.
    Beim lösen eines Rätsels am Montag ( eine über Jahrzehnte von mir geliebte Beschäftigung, die meine Konzentrationsfähigkeit, die Fokussierung auf ein Thema bei gleichzeitiger Erweiterung des Denkens in andere zugehörige Bereiche ermöglicht und Klarheit herstellt durch Verknüpfung ) ,war eine der Lösungen BRAGI ,auf die Frage nach dem nordischen Gott der Dichtkunst.
    Ich fand über Bragi erst einmal Folgendes heraus :
    Bragi – von altnordisch bragr = der Vornehmste
    = Häuptling
    = Fürst
    Gott der Dichtkunst und Redekunst
    einer der Asen und Sohn Odins
    seine Mutter ist die Riesin Gumbod
    seine Gattin ist Idun, die Göttin der Jugend

    Weißt du mehr über Bragi und dessen sozusagen “ übertragene “ Bedeutung außerhalb dieser Informationen?

    ENKEL BIST DU!
    SIEGEN UND SORGEN GESTERN GEWESENER VERDANKST DU DEIN DASEIN.
    HÄLTST ALS AHNHERR SEGEN UND FLUCH FERNSTER GESCHLECHTER HÜTEND IN HÄNDEN!

    aus der EDDA – übersetzt von Karl Simrock 1851

    Heil und Segen
    Annegret

    Antworten
    1. 3.1

      Bernwart

      Heil Dir Annegret,
      danke für Deine freundlichen Worte.
      Zu Deiner Frage nach Odin oder Bragi als Dichtergott, gibt die Edda leider keine eindeutige Antwort.
      Die Dichtkunst kommt vom Dichtermet ODRÖRIR. Dazu steht in der Edda folgendes beschrieben:
      „Odrörir – Der Mythos vom Skaldenmet
      Als die Götterfamilien der Asen und Vanen nach langem unentschiedenem Kampf Frieden schlossen, ließen sie eine Schale durch die Runde gehen, in der sie ihren Speichel sammelten, der die ganze Kraft ihrer Reden und ihre gesamte Weisheit enthielt. Daraus schufen sie ein Wesen, daß Kvasir hieß und der weiseste aller Männer war. Kvasir war der erste, der die Menschen Wissen und Weisheit lehrte, und viele Jahre zog er durch alle Länder und gab Rat in allen Dingen. Damit aber erregte er den Neid zweier Schwarzalben, Fjalar und Galar, die ihn heimtückisch zu Gast luden und hinterrücks ermordeten. Sein Blut fingen sie in drei Kesseln auf, die sie Odrörir, Son und Bodn nannten, und brauten daraus einen Met, der ebenfalls Odrörir hieß. Das bedeutet „Der zur Geisteskraft (nord. óðr) Anregende“, denn dieser Met machte jeden, der davon trank, zum Dichter.“
      Als der Riese SUTTUNGR davon erfuhren, brachte er diesen Met in seinen Besitz. Aber auch die Götter (Asen und Vanen) wollten diesen Trank zurück haben, da er ja ursprünglich von ihnen stammte.
      ODIN gelang es nur durch List, wieder seiner Habhaft zu werden. Als Adler verwandelt floh er vor Suttungr, der ihn verfolgte um den Meth zurück zu bekommen. Als sie Asgard erreichten, hatte Suttungr Odin fast eingeholt. Die Götter, die das sahen, stellten Gefäße auf, in die Odin den Met spie, und so wurde er leichter und entkam Suttungr.

      Seither ist Odrörir, der Met der Weisheit und Inspiration, im Besitz der Götter, und jedem, der dessen würdig ist, schenkt Odin einen Trunk davon und läßt ihn so zum wahren Dichter werden. Es gibt aber auch ein paar Tropfen, die der Adler auf seinem Flug nach hinten fallen ließ, und das ist der Anteil der falschen Dichter, die keine wahren Worte, sondern nur gereimten Unrat von sich geben.

      Zu Bragi lehrt der Armanenorden folgendes:

      „Here BRAGI ist der Gott der Skalden und der obersten Dichter und Sänger. Sein Name erinnert an Brägen= Gehirn und an Bragur= Sprache. Man sagt, die Worte würden „geprägt“ oder sich etwas „einprägen“. Auch entstand die älteste deutsche Universität in PRAG= der Stadt des Bragi. Aber nicht nur die Kunst des Denkens, Sprechens, Singens (ver)dichtens stammt von Bragi, sondern vor allem die kosmische Sinfonie, das Lied der Schöpfung, welches alles entstehen läßt.“

      Liebe Annegret, Du siehst, so einfach läßt sich Deine Frage nicht beantworten. Ich hoffe ich habe Dir hiermit erstmals gedient, obwohl ich weis, daß diese Antworten neue Fragen auslösen kann.

      Alaf Sal Fena!

      Bernwart

      Antworten
      1. 3.1.1

        Annegret Briesemeister

        Lieber Bernwart

        Hab tausend Dank für deine schnelle Antwort. Ja ich erkenne, daß diese Frage sich nicht so leicht beantworten lässt, dennoch ist es dir, für mich gelungen und ich habe mehr und wiederum Zusammenhänge erfahren, die ich zuvor nicht erkannte.
        Das jede Antwort eine oder gar mehrere neue Fragen nach sich zieht ist irgendwie oft “ Fluch und Segen “ zugleich, aber wir nähern uns ja mit großen Schritten dem Zeitalter der immerwährenden Wahrheit, in dem alle Fragen beantwortet sein werden.

        Heil und Segen
        Annegret

  2. 4

    Thorolf

    Danke für diese einfach großartigen und tief erhellenden Erklärungen, Bernwart.

    An den Vortrag kann ich mich nur soeben erinnern. Jetzt mit dem Gelesenen wird das Wissen tiefer sacken und bleiben.

    Heil wünscht Dir Thorolf

    Antworten
  3. 5

    Arhegerich Od Urh

    Heil und Segen,

    lieber Bernwart, ich möchte mich wieder einmal bei Dir aufs
    Herzlichste für diesen herausragend guten Beitrag bedanken.

    Accon Sal Beverina

    Antworten

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