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11 Kommentare

  1. 1

    Annegret Briesemeister

    Lieber Kurzer, lieber Gerhard von Weiss’n z‘ Reith

    Ich danke euch sehr für diesen so sehr wichtigen Bericht.
    Schon vor einiger Zeit fand ich einen aufschlussreichen Hinweis zum Thema, versäumte aber leider dem nachzuspüren und vergaß es schlussendlich, aufgrund der Fülle anderer Berichte.
    In meiner Kindheit und Jugend waren in meinem Heimatort die Imker sehr geachtete Menschen, denn man wusste um die Bedeutung der Bienen für den Fortbestand der Menschheit, nicht nur der Honig oder das Bienenwachs sowie andere Produkte waren begehrt.
    Viele Jahre später, meine drei Söhne waren schon geboren, hatte ich das Glück eine ältere Dame zur Freundin zu haben, deren Mann schon lange Jahre passionierter und bewährter Imker war. Das schönste daran war nicht nur, daß wir immer wundervollen und qualitativ hochwertigen Honig das ganze Jahr über zur Verfügung hatten, sondern der ältere Herr stand auch unentwegt für unsere Fragen aller Art zur Verfügung und meine Kinder und ich durften immer wieder auch selbst üben, sei es das Schleudern des Honigs oder das Füttern der Bienen und das Instandsetzen der Beuten.
    Viele wichtiges über die Bedeutung und den Umgang mit diesen besonderen Wesen konnten wir lernen. Wenn auch nicht diese Informationen über den Siebenstern, so doch den Zusammenhang des Überlebens der Menschheit mit dem Überleben oder Aussterben der Bienen.
    Ein weiterer Aspekt scheint mir wichtig genannt zu werden. Den Zusammenhalt der Bienen als geeintes Volk ist sinngemäß zu einhundert Prozent ebenso übertragbar auf die Völker der Menschen.

    Heil und Segen
    Annegret

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    1. 1.1

      Gerhard Reiter

      Liebe Annegret,

      50 Millionen Jahre Zusammenhalt, dem Gemeinwohl verpflichtet, hat uns bis heute die Honigbiene erhalten. Das Vorbild ist den meisten Menschen in der Jetztzeit nicht mehr bewusst, zu viele Ablenkungen und vor allem die menschliche Gier haben die Allermeisten vom Weg abkommen lassen. Die Rückkehr zu Bescheidenheit und Aufrichtigkeit, vor allem sich selbst gegenüber, wird uns die Richtung geben.
      Gemeinwohl ist für „Konsumenten“, zu denen viele von uns verkommen sind, abhanden gekommen. Mein Ansinnen zum „Bien“ wird – so mein Hoffen – Viele ermuntern, die Schwarmimkerei zu beginnen, um im ganzen Land wichtige Heilpunkte zu setzen, welche wiederum unser Vorwärtsstreben unterstützen.
      Vieles Andere wird auch seine Wirkung zeigen, wenn es uns gelingt Deutsche Tugenden wieder in den Alltag zu integrieren. Ein Weg, der uns jetzt bevorsteht, und der von der Gegenseite mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln unterdrückt wird.
      Wir sollten in unserer Gemeinschaft Mittel auf die Beine stellen, welche zumindest die Anschaffung von Material und Bienen unterstützt. Vielleicht gelingt es uns ja!

      Heil und Segen
      Gerhard von Weiss´n z´Reith

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  2. 2

    Der Wolf

    Liebe Freunde und Kameraden,

    der Zufall will es, daß ausgerechnet ein alter Bienensegen in althochdeutscher Sprache auf uns gekommen ist. Es handelt sich um den sog. Lorscher Bienensegen. Wenn er auch christianisiert ist, gibt er dennoch einen Eindruck von seiner lebendigen Kraft. Ich habe mir erlaubt, die Übersetzung von Will Vesper leicht zu korrigieren.

    Hier ist er:

    Kirst, imbi ist hucze!
    Krist, der Imme ist draußen!

    Nu fluic du, vihu minaz, hera.
    Nun flieg Du, mein Vieh, her und hin.

    Fridu frono in godes munt
    Arbeite friedlich in Gottes Hut

    heim zi commone gisunt
    heimzukommen gesund.

    Sizi, sizi bina:
    Sitze, sitze Bien!

    inbot dir sancte Maria.
    gebot Dir Sancte Maria.

    Hurulob ni habe du!
    Urlaub (Ruhe) nicht habe Du!

    Zi holce ni fluc du!
    Zu Holze (in den Wald) nicht flieg Du!

    Noh du mir nindrinnes,
    Noch (Daß) Du mir nicht entrinnest,

    noh du mir nintuuinnest
    Noch Du mir nicht entwindest.

    Sizi vilu stillo,
    Sitze viel stille,

    uuirki godes uuillon.
    wirke Gottes Willen!

    Zur Aussprache:

    Doppel-U = w; also: uuirki godes uuillon = (gesprochen:) wirki godes willon

    c kann wie k oder ss gesprochen werden: zi holce also nicht holke, sondern holze gesprochen, in Anlehnung an die mittellateinisch/spätlateinische Aussprache des „c“; hucze = hussze (klingt ein bißchen alemannisch: ußen = außen.

    Das „h“ in der Silbenendstellung wie bei „noh“ könnte – in stark palatalisierter (behauchter) Form – ähnlich wie unser neuhochdeutsches hinteres „ch“, also wie in „doch“ gesprochen werden.

    Bei Aussprache des Z bin ich mir nicht hundertprozentig sicher, könnte unserem scharfen S oder auch unserem Z entsprechen. Vielleicht beides, je nach dem, da ja die lateinische Schrift, obwohl auch sie über das Phönizische und Griechische ursprünglich von den altgermanischen Runen abstammt, auf einem anderen Lautbestand aufbaut als das Deutsche.

    Gefunden habe ich diesen Spruch in einem alten Gedichtband (Herausgeber: Echtermeyer/v. Wiese) wie er noch in den 60er Jahren an unseren Gymnasien üblich war. Da ich die Übersetzung etwas überarbeitet habe (im Licht des Artikels von Gerhard schien mir das geboten), bitte ich, die „Original“übersetzung dort nachzulesen).

    Trotzdem dazu noch ein paar Anmerkungen: Will Vesper übersetzt „imbi“ (in der ersten Zeile) mit: „die Immen“; gegen diese Version spricht der Singular „ist“, also muß es hier der Imme (also: das Bienenvolk) und nicht die Immen heißen.
    Ähnlich bei bina, welches Vesper mit „Biene“ übersetzt. Eigentlich ist dagegen nichts einzuwenden, aber da die grammatische Form ohnehin Einzahl ist, ist es legitim vom „Bien“ zu sprechen.
    Im dritten Vers habe ich „frono“ – in Anlehnung an das Wort „Fron“, was sogar noch im Neuhochdeutschen weiterexistiert, mit „arbeite“ übersetzt, statt mit fromm, wie es Vesper tut.
    Der „Fron“ („Vrohn) (weibliches Gegenstück frouwe) bedeutet eigentlich Herr. Aber im Wort (die) „Fron“, klingt ja auch heute noch das Wort Arbeit mit an, wobei „arebeit“ als Wort schon im Mittelhochdeutschen existiert (in seiner Bedeutung als Mühsal, Mühe); die Bedeutung „fromm“ (stark, fest), im Flämischen und Altholländischen „vroom“ würde ich mich scheuen hier anzuwenden, zumal es hier ja auch um Arbeit im Dienste eines anderen geht, und das mag ja wohl die urprüngliche Bedeutung von „Fron“ darstellen.

    Zufall oder nicht: Es ist schön, daß uns – besonders in diesem wichtigen Zusammenhang -, der alte deutsche Bienensegen erhalten geblieben ist. Anstelle von „sancte Maria“ mag man sich Iduna oder eine andere germanische Gottheit vorstellen.

    Heil und Segen

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  3. 3

    Kruxdie

    Wichtiges Thema, ist mir HIER schon mal begegnet.

    Und Ruhe in Frieden, Honigmann.

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  4. 5

    Arhegerich Od Urh

    Heil und Segen,

    und meinen Dank an Gerhard von Weiss’n z‘ Reith,
    für diesen seinen wahrlich wichtigen Aufsatz.

    Da ich in nächster Zukunft mit dem Imkern anfangen möchte,
    ist dieser Beitrag sehr willkommen.

    Und danke für den Hinweis zum Buch „Der Bien“.
    So kann ich mich in den Rauchnächten einlesen.

    Mein Dank gilt auch „Der Wolf“ für dieses sehr schöne Gedicht.

    Liebe Annegret Briesemeister, wunderbar ist Deine Ausführung.

    Accon Sal Beverina

    Antworten
    1. 5.1

      Gerhard von Weiss´n z`Reith

      Guten Morgen, Arhegerich Od Urh

      Jetzt sind wir ja schon Zwei im Forum, welche zu Imkern beginnen werden. Für mein Dafürhalten eine der gesellschaftlich wichtigsten Tätigkeiten überhaupt.
      Ich würde mich freuen, wenn es diesbezüglich – der zukünftigen Schwarmbienenimkerei – eine intensive Zusammenarbeit im Forum geben würde und alle, die sich hier tummeln, den Anlass hernehmen und ebenso ihre Umgebung inspirieren, zu erkennen, um was es hier wirklich geht.

      Es ist so viel geschrieben worden hier im Forum, jetzt dürfen wir tun.

      Heil und Segen Euch allen

      Antworten
  5. 6

    Thor

    Heil Dir Gerhard von Weiss’n z‘ Reith,

    und auch Heil den Bienen.
    Ich bin sehr erfreut über diesen wertvollen Beitrag, da ich mich in diesem Jahr auch mit dem Gedanken getragen habe, das Imkern zu beginnen.
    Im Zuge der informellen Vorbereitung habe ich jedoch von dieser Verantwortung vorerst Abstand genommen.
    Die Aspekte in diesem Beitrag haben mich jedoch dazu bewogen, alles noch einmal zu überdenken. Ich würde mich freuen, wenn wir uns hierzu austauschen könnten.

    Heil und Segen

    Antworten
  6. 7

    Arhegerich od Urh

    Heil und Segen,

    Austauschen ist sehr gut.
    Jedoch muß ich anmerken, daß ich ja erst anfange.
    Vor vier jahren habe ich beim Probeimkern mitgemacht.

    Diesen Monat bin ich dem Imkerverein beigetreten.
    Die Leute sind sehr nett und helfen wo es geht.

    Möglicherweise habe ich die Gelegenheit, bei einem alten, erfahrenen Imker, der gesundheitlich langsamer treten muß, mitzumachen. Vielleicht auch später seinen Standort (der sehr gut sein soll) und einiges, was man so braucht, günstig zu übernehmen.

    Als Anfänger kann ich noch fast nichts zu einem Austausch beitragen.

    Da wirst du, Gerhard von Weiss’n z‘ Reith, der Lehrmeister sein.

    Aber der Siebenstern und diese Schwarmbienenimkerei
    spricht mich wirklich sehr an.

    Accon Sal Beverina

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  7. 8

    Sigmund

    Die Bien

    Ja, aus irgendeinem Grund habe ich dieses Jahr mit dem Imkern angefangen. Ich darf mit meinem Cousin das komplexe Bienenleben erlernen und bewundern.
    Mein Gefühl sagt mir, dies zu tun, mein Verstand sagte mir, dass die Bienen sicher dem Garten und der Umwelt nützen.
    In der diesjährigen Imkerversammlung der Talschaft wurde offen gesagt dass die Imker eben zu hart auf Leistung aus waren die letzten Jahre. Danke für den Artikel, ich werde probieren langsam aber sicher „meine“ Bienen (ich habe für den Anfang 3 Völker, hoffe dass sie den Winter gut überleben weil ja grad die Varoa sehr stark am wüten ist) wieder in Einklang der Natur zu betreuen, wenn Sie denn wollen.

    Wünsche euch allen erholsame heilige Nächte

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  8. 9

    Bernwart

    Eine gute Seite auch in diesem Zusammenhang:

    Der Alldeutsche Jahrgothweiser

    Der Alldeutsche ist ein Wand- und Mondkalender der besonderen Art in A3 Format. Er unterscheidet sich wesentlich von allen anderen Kalendern und ist im offiziellen Buchhandel nicht erhältlich. Das Kalendarium ist als Kreisspirale nach Mondgezeiten geordnet und bringt somit eine anschauliche Hilfe für Menschen, die im Einklang mit Natur und Kosmos leben wollen. Ist doch der Kreislauf des Mondes eine Art Biorhythmus der Natur und wirkt sich – das steht ja auch für die Wissenschaft mittlerweile außer Zweifel – auf die verschiedensten Bereiche unseres Leben direkt aus. Jeder möge dazu beitragen, daß diese kreisförmige Darstellung wie sie schon von unseren Vorfahren hoch entwickelt war (z.B. Himmelscheibe von Mittelberg bei Nebra), weiter hinaus zu tragen, soweit die deutsche Sprache reicht!

    Quelle HIER

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